Der ist genauso dumm wie wir

thomashellepankedruck

Mitschnitte:

Den seit 2011 wiederholt abgefragten Vortrag über 15, dann 20 Jahre Kiezgeschichte gibts einmal als Video

Das Kabarett „Die Auferstehung der Philosophie“ von 2018 nimmt die Geistesgeschichte nur teilweise ernst…

Den Vortrag „Das Gute Leben – ein antikes Konzept kehrt zurück?“ hat die Initiative zum „Tag des Guten Lebens“ aus dem Brüsseler Kiez 2019 mitgeschnitten

Den Vortrag „Umweltethik: Macht Euch die Erde untertan?“ hat die Initiative zum „Tag des Guten Lebens“ aus dem Brüsseler Kiez 2020 mitgeschnitten

Aktuelle Veranstaltungen:

Philosophisches Café: Die Wahrheit der Systeme – Zur Konstruktion von Wissen in der differenzierten Gesellschaft

Mittwoch, den 6. Oktober, 2021, 19.00 Uhr

Fabrik Osloer Straße, Osloer Str. 12, Aufgang A, 4. Stock

Nachdem Thomas Kilian in seinem ersten Buch „Gesellschaftsbild und Entfremdung“ (2017) versuchte, die meist konservative Theorie der funktional differenzierten Gesellschaft kritisch zu wenden, handelt sein zweites Buch „Die Wahrheit der Systeme“ (im Erscheinen) von den aktuell erstarkenden Wissenssystemen. Manche*r spricht angesichts der Expansion von Wissenschaft, Bildung, Journalismus und (medizinischer) Beratung vom Intellekt als einer neuen Produktivkraft. Mit der Theorie der Differenzierung können wir vor allem die Trennung des Verstandes von allen anderen geistigen Fähigkeiten feststellen. Die instrumentelle Vernunft trennt sich von normativen Überlegungen, Werten, ja selbst von den wohlverstandenen Bedürfnissen. Die Perspektive zielt auf eine Wissensgesellschaft, die jedoch wieder in eine Art Unmenschlichkeit umzukippen droht. Nur wenn eine angemessene Balance zwischen den Systemen errungen wird, kann das Individuum ein Leben jenseits der Vereinseitigung gewinnen.
Diesen Thesen nähern wir uns durch eine Veranschaulichung des Begriffs der Differenzierung. Ein Beispiel aus der Pädagogik zeigt auf, wie der Schatten der Vergangenheit in die differenzierte Gesellschaft hineinwirkt. Anhand der Illusionen der Wissensgesellschaft werden Hindernisse für dieses Fortschrittsprojekt dargelegt. Den zu befürchtenden Pathologien und Gefahren einer falsch verstandenen Wissensgesellschaft folgt abschließend die Frage nach dem utopischen Potential, wenn nun die Wissenssysteme schrittweise ihre Eigenständigkeit erringen könnten.
Formal besteht dieses Philosophische Café aus einer gut halbstündigen Einführung und einer anschließenden Diskussion der Teilnehmer*innen.